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eBay: OLG München – Negative Bewertungen müssen nicht immer hingenommen werden

Das OLG München hat mit Urteil vom 28.10.2014 – Az. 18 U 1022/14 Pre, entschieden, dass eBay-Händler und/oder Amazon-Händler negative
Bewertungen  nicht
grundsätzlich hinzunehmen müssen. Insbesondere dann nicht, wenn die negative Bewertung auf
unwahren Tatsachen beruht. 

Anders noch als das Amtsgericht Peine in seinem Urteil vom 15.09.2004- Az. 18 C 234/04,
welches entschieden hat, dass der Verkäufer für die Unwahrheit der von dem Käufer in die
Bewertung eingestellten Tatsachenbehauptung den vollen Beweis führen muss
(vgl. LG Düsseldorf, Urt. v. 18.02.2004 – 12 O 6/04, MMR 2004, 496), hat das OLG München deis wohl anders gesehen.

Während das AG Peine geurteilt hat, dass sich diese Verteilung der Beweislast aus den allgemeinen
Grundsätzen ergeben würde, die in der Rechtsprechung für den Wahrheitsbeweis von
Tatsachenbehauptungen im Rahmen eines Unterlassungsbegehrens entwickelt
worden sind, will das OLG München, dass der Kunde die Richtigkeit einer bestimmten Tatsache in einer eBay – Bewertung beweisen muss.

Auf diese Umkehrung der Beweislast darf man gespannt sein. Zumindest so lange bis das OLG München die Begründung des Urteils veröffentlicht.

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