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Auch FAREDS mit neuen Kursen bei Filesharing-Abmahnungen

So wie hier angenommen
haben sich die bekannten Abmahnkanzleien sehr schnell mit der neuen
Gesetzeslage arrangiert. Nach der Kanzlei Waldorf Frommer, über die ich hier
und hier
berichtet habe, nimmt auch die Hamburger Kanzlei
FAREDS Rechtsanwaltsgesellschaft
mbH
  das Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken zum Anlass neue Kurse
zu verlangen. In den aktuellen Abmahnungen
für die Track by Track UG (haftungsbeschränkt)  und die Celebrate
Records GmbH
werden nunmehr in Summe lediglich 339,50 € verlangt.

Abgemahnt
wird angebliches Filesharing an den Tonaufnahmen Carlprit – Here weg o (Allez
Allez)
für die  Track by Track UG (haftungsbeschränkt)  und Ronny Rockstroh – Kaugummi für die Celebrate Records GmbH ab. 

Genau wie
von mir schon
vermutet werden
die fallenden Rechtsanwaltsgebühren auch von der Kanzlei FAREDS
Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
durch erhöhten Schadensersatz aufgefangen.

Die Kanzlei FAREDS
Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
macht dabei einen Schadensersatz in Höhe von 150,00
€,  
 und einen Aufwendungsersatz, dahinter verbergen sich bei FAREDS Rechtsanwaltsgesellschaft mbH neben
den Rechtsanwaltskosten auch die pauschalen Ermittlungskosten,  in Höhe
von 189,50 € geltend.

Die Erhöhung des Schadensersatzes mag darin begründet liegen, dass der
Gebührensprung bei 1.500,00 € liegt. Aber das ist nur die unbewiesene
Vermutung meinerseits, in Wahrheit ist der Schaden den das Filesharing nach der
Gesetzesänderung den Unternehmen verursacht wahrscheinlich einfach nur noch
einmal deutlich angestiegen.

Die geltend gemachte Forderung ist damit aber in Summe
runde 110,50 €  geringer, als noch vor einer Woche für den gleichen
Vorwurf, lag das Vergleichsangebot dort noch bei 450,00 €.

Der Gegenstandswert für den Unterlassungsanspruch wird, wie vom Gesetz
gefordert, auf 1.000,00 € angesetzt und der Gegenstandswert
für den Schadensersatzanspruch auf 170,00 €. Damit kommen die Kanzlei
FAREDS Rechtsanwaltsgesellschaft mbH auf einen Aufwendungsersatzanspruch
in Höhe von 1.170,00 €, aus dem die Anwaltsgebühren in Höhe von 169,50 € 
errechnet werden.

Meiner Meinung nach zu Unrecht, da der geltend gemachte Schadensersatz keinen
Aufwendungsersatz nach dem neuen  § 97a Abs. 3 UrhG darstellt und somit nur die 1.000,00 € als
Maßgabe für die Rechtsanwaltsgebühren herangezogen werden dürfen. Diese würden
dann nur in Höhe von 124,00 € anfallen.

Tabelle außergerichtlicher Aufwendungsersatzanspruch:

 Gegenstandswert für den Unterlassungsanspruch
1.000,00 €
Gegenstandswert für den Schadensersatzanspruch
 
150,00 €
Gegenstandswert für pauschale
Ermittlungskosten
 
20,00 €
Gegenstandswert für den
Aufwendungsersatzanspruch
1.170,00 €
1,3 Gebühr (2300 VV RVG)
149,50 €
Auslagenpauschale (7200 VV RVG)
 
20,00 €
Summe
169,50 €

 

Konkrete Zahlungshöhe

Schadenersatz
150,00 €
Pauschale
Ermittlungskosten
 
20,00 €
Aufwendungsersatz
169,50 €
Gesamtsumme
339,50 €